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"Wir wollen kein spezielles Handy, dass uns Einschränkungen auferlegt"

Alt gleich gebrechlich und technisch völlig unbegabt?! Diese zu einfache Formel scheint Grundlage bei der Entwicklung von diversen Handys für Senioren gewesen zu sein. Demnach überfordern mehr als drei Knöpfe die mobilen Alten und SMS sind neumodischer Quatsch für Teenager. Das stimmt alles nicht meint Klaus Wuttig: "Wir wollen kein spezielles Handy, dass uns Einschränkungen auferlegt". Der 68-Jährige Ingenieur im Ruhestand hat eigene Vorstellungen vom idealen Senioren-Handy. Gemeinsam mit Altersgenossen entwickelte Wuttig als Mitglied der Senior Research Group (SRG) an der TU Berlin den Prototyp eines Mobiltelefons, welches den Bedürfnissen seiner Generation gerecht wird.

Sernioren seien durchaus an technischen Dingen interessiert, argumentiert Designer Kai-Uwe Neth, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU. Wichtig ist, dass Senioren die Vorzüge einfach erfahren und erlernen können müssen - ein Anspruch der eigentlich altersunbhängig ist. Warum sollen ältere Menschan keine SMS versenden wollen und können?

"Ältere Menschen haben immer Angst etwas zu vergessen", sagt Neth. "Eine SMS kann man aufheben." Dass man für den richtigen Buchstaben mehrmals auf die selbe Taste drücken muss, falle Senioren aber schwer. Daher hat das von der SRG entwickelte Handy für jeden Buchstaben eine eigene Taste - in normaler Größe und mit ergonomisch sinnvollen Abständen. Zudem lassen sich bei dem Prototyp verschiedene Funktionen wie Telefonieren, SMS- Senden oder Nachrichten abfragen mit einem Regler einstellen, wie man ihn vom Radio kennt. Bei jeder Funktion leuchten nur die Tasten, die man für die Anwendung gerade braucht.

Problematisch sei jedoch, dass Handys meist in Geschäften verkauft werden, wo Senioren sich nicht immer wohl fühlen. Doch das ändert sich, sagt Neth. "Tchibo verkauft jetzt auch Handys, und Tchibo hat einen besseren Zugang zu Senioren als etwa Vodafone."

Noch gibt es das ideale Seniorenhandy auch dort nicht zu kaufen. Einige Hersteller seien aber sehr an dem Gerät interessiert, so Neth gegenüber dem Tagesspiegel.

 

 

 


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