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Wie erreiche ich die Zielgruppe 50plus per eMail
- Sieben Goldenen Regeln für die Email Ansprache der Traumzielgruppe –
"Ich mache mir lieber ein schönes Leben statt immer nur zu sparen." So charakterisiert nach einer Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg knapp die Hälfte der über 50-Jährigen ihr Konsumverhalten.
Zur Zeit sind in Deutschland 28 Millionen Menschen 50 Jahre und älter. Sie bilden die am stärksten wachsende Gruppe der Bevölkerung. Eine Traumzielgruppe: Die „Generation 50 plus“ hat ein höheres frei verfügbares Einkommen als alle Jüngeren.
Die „neuen Alten“ sind internetaffin: Schon etwa 30 Prozent der über 50-Jährigen surfen im Netz – im Jahr 2005 werden es 50 Prozent sein. Das ergibt ein Potential von 14 Millionen Usern die per Email erreicht werden können.
Für Unternehmen wird diese Bevölkerungsgruppe immer wichtiger. Ihr Geld geben Senioren gern für sich selbst aus: Reisen und Wellness stehen ganz oben auf der Liste ihrer Interessen, darüber hinaus auch Konsumgüter von Autos über Möbel bis zu High-Tech-Geräten einschließlich Computern.
Senioren nutzen das Internet, um zu konsumieren und ihr Leben zu genießen. Hier setzt Feierabend.de an: Die 1998 gegründete Online-Community ist mit 70.000 Mitgliedern die größte deutschsprachige Internet-Plattform für Senioren. Das kostenlose Angebot wird über Werbung finanziert.
Feierabend war eine der ersten Internet Communities überhaupt und setzt bereits seit dem Start im Jahre 1998 auf personalisierte Email Ansprache zur Kundenbindung.
Das Feierabend Team weiß genau, was Senioren vom Internet erwarten und in welchem Tonfall sie angesprochen werden wollen. Man kennt ihr Lernverhalten und ihren Umgang mit dem Computer ebenso wie ihre Sehgewohnheiten und Sehfähigkeiten und weiß, welche Internet-Auftritte die gleichzeitig anspruchsvolle und dankbare Zielgruppe akzeptiert.
Die Email Ansprache bei Feierabend erfolgt übrigens „per Du“. Was früher im Internet üblich war ist im Seniorenmarketing ein absolutes Novum. Der Kontakt zur Zielgruppe und die Identifizierung mit der Community ist dadurch besonders hoch.
Interessante Erkenntnisse liefert auch die 18. WWW-Benutzer-Analyse W3B vom Mai 2004. Dabei wurden 452 Feierabend Senioren befragt und die Ergebnisse verglichen mit dem Durchschnitt der 120.457 insgesamt befragten Internet-Nutzer:
· Kommunikation (86,3%), Information (80,2%) und Entertainment (67,4%) sind die Hauptmotive für die Internet-Nutzung der Senioren.
· Einkaufen (63,2%) und das Abrufen von Produktinformationen (56,8%) gewinnen zunehmend an Bedeutung
· Senioren sind nachweislich sehr viel aufgeschlossener gegenüber Werbung im Internet als der Durchschnittssurfer:
v 21,7% lesen regelmäßig Werbe-Emails (Durchschnitt 11,2%)
v 15,7 % klicken auf Werbebanner (Durchschnitt 8,4%)
v 10,8 % laden Werbefilme runter (Durchschnitt 7,9%)
v 34,5% lieben Preisausschreiben (Durchschnitt 24,3%)
Feierabend vermittelt auch Senioren Scouts und Focus Gruppen an Hersteller, Handel sowie für Werbeagenturen. Feierabend-Nutzer beurteilen den Nutzen von Produkten und die Handhabbarkeit ihrer Packungen, die Wirkung von Werbung und Werbemittel oder die Eignung von Webseiten für ältere Nutzer.
Wie erreicht man diese dankbare, jedoch auch schwierige und anspruchsvolle Zielgruppe? Hier die „Sieben Goldenen Regeln für seniorengerechtes Marketing“, die sich auf die klassischen Disziplinen Werbung und Direktmarketing ebenso anwenden lassen wie auf die immer wichtigere Ansprache via Internet:
1. Akzeptieren Sie: Senioren mögen keine Werbung. Für junge Menschen ist Werbung Kult – älteren erscheint sie oft nutzlos und teuer. Vermeiden Sie in Ihren Emails, Ihrem Internetauftritt, Ihren Anzeigen die „Kauf-mich-Attitüde“ mit roter Schrift, kreischenden Schlagworten und idealisierten Menschen. Vertrauen schaffen Sie über Fakten und eine persönlichen Ansprache. Setzen Sie auch auf Public Relations: Redaktionelle Berichterstattung genießt hohe Glaubwürdigkeit.
2. Wählen Sie die richtigen Sympathieträger. „Alterslose“ Models sprechen 50- wie 70-Jährige an. Graue Haare sind sympathisch – wenn das Gesicht jugendlich strahlt. Aber dekorieren Sie Formschalen-Mieder-Badeanzüge nicht um ein 20-jähriges „Magermodel“.
3. Setzen Sie auf das „hier und heute“. Die „jungen Alten“ interessieren sich für Mode, Reisen, Gesundheit (nicht: Krankheit), Sport, Sex ... Doch wenn die verbleibende Zeit spürbar schwindet, konzentriert sich Leben auf die Gegenwart: Der Nutzen etwa Ihres medizinischen Produktes muss morgen wichtig sein, nicht in fünf Jahren. Bieten Sie Lösungen für aktuelle Probleme (auch wenn Sie Ihre Kunden nicht auf ihr Alter ansprechen wollen).
4. Sprechen Sie Klartext. Mit dem Werbetexter um die Ecke zu denken, fasziniert Twens und Thirtysomethings. Ältere Menschen erwarten, dass Sie sofort auf den Punkt kommen. Ohne Fachjargon und Technikwahn. So, dass sie weder Fremd- noch Englischwörterbuch benötigen. Fassen Sie sich kurz, beschreiben Sie ihr Thema klar, deutsch und deutlich. Das gilt auch für die Beschilderung in Geschäften.
5. Gestalten Sie augen- und lesefreundlich. Die Fähigkeiten der Augen ändern sich im Alter, die Lesegewohnheiten nicht. Für alle Emails und Werbebriefe gilt: Wählen Sie immer große Schrifttypen und starke Kontraste ohne blendende Farben. Gestalten Sie alle Briefe übersichtlich. Verzichten Sie auf blinkende Gimmicks auf Ihren Internet-Seiten. Übrigens: Seniorengerechtes Design ist lesefreundlich für alle Altersgruppen.
6. Bieten Sie Service Wenn das Laufen und Tragen schwerer fallen und wenn das Vertrauen in neue Technik fehlt, wird Service wichtiger: Bieten Sie Liefer- oder Reparaturservice für Ihre Produkte und eine Hotline, über die Ihr Unternehmen bei Fragen zu erreichen ist. Zum Service gehört auch das Angebot der Zahlung auf Rechnung.
7. Und vergessen Sie nie: „Alt sind immer die, die zehn Jahre älter sind als man selbst.“ Sprechen Sie Ältere nie als „Senior“ an. Aber zeigen Sie Respekt vor ihrer Lebensleistung und bestätigen Sie sie in ihrer Lebenserfahrung und ihrem Wissen. Akzeptieren Sie den Anspruch, ein Leben im Wohlstand „verdient“ zu haben.
Autor: Alexander Wild
http://www.absolit.de
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