In jungen Jahren bereits an das Wohnen im Alter denken? Für die meisten
Menschen ist das noch längst keine Selbstverständlichkeit, für
die Tischler der Kooperation BarriereFREI LEBEN dagegen schon. Sie tun dies
für ihre Kunden, weil ihre Wohn- und Einrichtungslösungen in jeder
Lebenslage und in jedem Alter zusätzlichen Komfort und mehr Lebensqualität
bieten. Und finden viel Anklang damit, wie jetzt der Gewinn des 1. Preises
im Wettbewerb „Seniorenwirtschaft in Europa 2005“ erneut zeigt.
Der Tisch zu hoch, der Schrank zu tief, der Fenstergriff nicht erreichbar,
die Tür zum Bad zu eng. Unser Wohnumfeld lässt viele Wünsche
offen. Nicht nur Senioren stellen dies täglich fest. Dabei sind viele
Wünsche nach mehr Komfort durch weitsichtige Planung und handwerkliches
Know-how leicht zu realisieren: „Durchdachte Lösungen, die für
die einen einfach bequem und funktional sind, für die anderen dagegen
notwendig, um eine selbstbestimmte Lebensweise beizubehalten“, so der
Leiter der Kooperation, Dr. Hildebrand v. Hundt.
Dass die Tischler von BarriereFREI LEBEN damit richtig liegen, findet auch
die nordrhein-westfälische Familienministerin Birgit Fischer. Anlässlich
der Verleihung der Preise im Wettbewerb „Seniorenwirtschaft in Europa
2005“ lobte sie die Preisträger, weil sie sich „in besonderer
Weise an den Bedürfnissen älterer Menschen“ orientierten und
so die Lebensqualität von Seniorinnen und Senioren verbesserten. „Sie
bieten innovative Lösungen, die nicht allein seniorengerecht sind, sondern
mit ihrem ‚Design for all’ Menschen in jedem Lebensalter ansprechen“.
BarriereFREI LEBEN erhielt den Preis in der Kategorie „Wirtschaftliche
Kooperationen“. Daneben wurde im Rahmen einer zweitägigen internationalen
Konferenz zur Seniorenwirtschaft Mitte Februar in Bonn jeweils ein weiterer
Preis für „Produkte und Dienstleistungen“ sowie „Regionale
Seniorenwirtschaft-Netzwerke“ verliehen. Ziel des Wettbewerbs sei es,
so Ministerin Fischer, die Wirtschaft und das Handwerk in den Regionen Europas
zu stärken.
In der Kooperation BarriereFREI LEBEN, erläutert Dr. Hildebrand v. Hundt,
wirken speziell geschulte Tischlerbetriebe für barrierefreies Planen,
Bauen und Einrichten zusammen und bewältigen die Wohnraumanpassungen ebenso
wie den Neubau und den Umbau im Bestand. Die Jury zeichnete sie aus für
ihr „breites, innovatives Angebotsspektrum, die umfassende Aus- und Weiterbildung
in den Mitgliedsbetrieben, die Qualitätssicherung und die Demonstrationszentren
für barrierefreie Musterwohnungen“. Von besonderer Bedeutung sei
zudem die enge Zusammenarbeit mit der Pflege- und Wohnberatung. „Es ist
ein länderübergreifender, internationaler Verbund von kleinen und
mittleren Handwerksunternehmen mit einem hohem Maß an Kundenorientierung
und einer erfolgreichen Markteinführung innovativer Produkte“, so
die Begründung für die Preisverleihung.
Für von Hundt heißt barrierefrei Bauen und Einrichten auf Funktionalität
und Komfort ebenso zu achten wie auf Wohnlichkeit. Das bedeute nichts anderes
als die uneingeschränkte Nutzbarkeit aller Lebensräume für jeden
Menschen. Damit werde eine Verzahnung von Komfort, Nutzerfreundlichkeit, Sicherheit,
Funktionalität, Ästhetik und nicht zuletzt gutem Design erreicht. Prägnant
bringt es Ministerin Birgit Fischer auf den Punkt: „Wer für die Jüngeren
produziert, schließt die Älteren aus – wer für die Älteren
produziert, produziert für alle Menschen.“