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Ältere Langzeitarbeitslose sollen marode Bahnhöfe verschönern
Sachsen-Anhalt will mit Hilfe von älteren Langzeitarbeitslosen seine maroden
Bahnhöfe verschönern. Mindestens 50 Bahnhöfe sollen in diesem
und im nächsten Jahr aufpoliert werden, wie das Wirtschafts- und das Verkehrsministerium
am Dienstag gemeinsam mitteilten. Der Einsatz der Langzeitarbeitslosen wird
über den Europäischen Sozialfonds mit bis zu 16 Millionen Euro gefördert.
In Sachsen-Anhalt gibt es rund 350 Bahnhöfe. 57 von ihnen wurden in den
vergangenen Jahren modernisiert, saniert oder umgestaltet.
Der Zustand vieler kleiner und mittlerer Bahnhöfe ist aber weiterhin schlecht:
Zugenagelte, ruinenähnliche Empfangsgebäude, überwucherte, nicht
mehr genutzte Gleisflächen und jahrelang ungepflegte Grünanlagen schadeten
dem Ansehen der Bahn und verschandelten das Bild der Städte, hieß
es. Weil der Bund die Investitionszuschüsse für die Bahn drastisch
gekürzt habe, sei auch in den nächsten Jahren keine Verbesserung zu
erwarten, teilten die Ministerien weiter mit.
Daher soll nun das Landesprogramm «50plus - Verschönerung der Bahnhöfe
in Sachsen-Anhalt» für Abhilfe sorgen. An verschiedenen Standorten
laufen die Vorarbeiten. In den nächsten Wochen können die Arbeiten
unter anderem auf den Bahnhöfen Staßfurt, Coswig, Greppin, Halle-Nietleben,
Jeßnitz, Klieken, Landsberg, Leißling, Pratau und Raguhn beginnen.
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