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Date 01/7/2009
 
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Milchzucker-Unverträglichkeit: Besonders Senioren sind betroffen

Gerade ältere Menschen leiden häufig unter einer Milchzucker-Unverträglichkeit. Grund dafür ist Enzym Laktase, das mit zunehmendem Alter weniger aktiv wird.

Milch und Milchprodukte stehen bei vielen Senioren nicht gerade auf der Beliebtheitsskala ganz oben und das ist schlecht für die Knochen. Aber bei vielen älteren Menschen verursachen diese Lebensmittel häufig Verdauungsbeschwerden, was auf eine abnehmende Aktivität des Enzyms Laktase mit zunehmendem Alter zurückzuführen ist, berichtet Diplom-Ernährungswissenschaftlerin Susanne Sonntag von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik.

Insgesamt sind in Deutschland etwa 10 Millionen Menschen von einer Milchzucker-Unverträglichkeit (Laktose-Intoleranz) betroffen. Die Ursache liegt in einer ungenügenden Aktivität des Enzyms Laktase, das den Milchzucker normalerweise in seine Bestandteile Glukose und Galaktose spaltet. Gelangt der Milchzucker ungespalten in den Darm, löst er dort verschiedene Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfälle aus.

Bei einer Milchzucker-Unverträglichkeit unterscheiden Ernährungsmediziner grundsätzlich zwei verschiedene Varianten: Der erblich bedingte Laktasemangel und der Laktasemangel, der durch bestimmte Erkrankungen wie Zöliakie und Morbus Crohn hervorgerufen werden kann. Bei der überwiegenden Mehrzahl der Betroffenen ist die Erkrankung auf einen erblichen Defekt zurückzuführen. Er tritt meist erst mit zunehmendem Alter auf, weswegen ältere Menschen Milch und Milchprodukte generell schlechter vertragen als Junge.

Ernährungswissenschaftler empfehlen daher, den Verzehr von Milch und Milchprodukten zu meiden oder zu reduzieren. Da diese Lebensmittel die Hauptlieferanten für den wichtigen knochenaufbauenden Mineralstoff Kalzium sind, haben Menschen mit einer Milchzucker-Unverträglichkeit ein erhöhtes Risiko für Osteoporose. Es ist deshalb wichtig, auf kalziumreiche und gleichzeitig milchzuckerarme Alternativen zurückzugreifen.

Ideal sind verschiedene Hart-, Schnitt- und Weichkäsesorten, Sojamilch und Sojamilchprodukte sowie speziell hergestellte laktosefreie Milchprodukte. Auch Joghurt und Quark werden von den Betroffenen meist gut vertragen, da die Milchsäurebakterien beim Abbau des Milchzuckers helfen.

 

 

 


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