Leichtkraftfahrzeuge waren bisher vor allem bei älteren Menschen in vielen
europäischen Nachbarländern beliebt. Die kleinen Autos sind einfach
zu handhaben, niedrig im Verbrauch und ermöglichen Älteren auch ohne
"richtige" Fahrerlaubnis mobil zu bleiben. Diese Fahrzeuge werden
jetzt auch für Deutschland interessant, weil am 1. Februar 2005 die neue
Führerscheinklasse "S" dafür eingeführt wird. Im Online-Magazin
carorder.de werden die maximal 45km/h-schnellen Fahrzeuge näher vorgestellt.
Der ADAC hat sich die Minnis in Bezug auf Sicherheit angeschaut und ist zu keinem
beruhigenden Ergebnis gekommen.
Bei den Leichtkraftfahrzeugen handelt es sich um vierrädrigen Vehikel
mit einem Maximalgewicht von 350 Kilogramm, die eine Höchstgeschwindigkeit
von 45 km/h erreichen. In Europa befinden sich rund 270 000 Einheiten auf der
Straße. Bei einer Kaufentscheidung spielt die leichte Handhabbarkeit und
die Befreiung von der Kfz-Steuer, ASU und TÜV eine Rolle. Die Käufer
sind meist ältere Menschen, die sich das Fahren großer und stärker
motorisierten Fahrzeuge nicht mehr zutrauen oder über keinen Führerschein
verfügen.
Mit gemütlichen 4 kW/5,4 PS können sie Einkäufe erledigen oder
Freunde in der näheren Umgebung besuchen. Dafür steht ihnen auf den
beiden Vordersitzen ausreichend Platz zur Verfügung. Das Variomatikgetriebe
verfügt lediglich über einen Vorwärts- und einen Rückwärtsgang,
getrennt von der Neutralstellung. Bremse und Gaspedal werden mit dem rechten
Fuß bedient. Die Einhaltung des Maximalgewichts von nur 350 Kilogramm
ist durch die Verwendung von Kohlefaser möglich. Selbst mit Dauervollgas
verbraucht der MC1 von Microcar nicht mehr als vier Liter auf 100 Kilometer
und erzielt damit eine Reichweite von 400 Kilometern mit dem 16-Liter-Tank.
Bei Frontal-Crash-Tests des ADAC haben Leichtkraftfahrzeuge allerdings fatale
Ergebnisse erzielt. Aufgrund ihrer Leichtbauweise können Insassen bei einem
Unfall massive Verletzungen trotz der niedrigen Geschwindigkeit erleiden.