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Date 01/7/2009
 
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Senioren kämpfen gegen Benachteiligung

Das Thema Diskriminierung von Älteren im Beruf beschäftigt möglicherweise bald das Bundesverfassungsgericht. Die in der CDU organisierten Senioren wollen deswegen vor dem höchsten deutschen Gericht klagen, hat ihr Chef, Otto Wulff, angekündigt: "Diskriminierung auf Grund des Lebensalters ist längst zur gesellschaftspolitischen Praxis geworden." Nötig seien gesetzliche Regelungen gegen die Benachteiligung der Senioren. Beispielsweise müßten Schöffen in Deutschland mit 70 Jahren ihren Dienst aufgeben. Auch die Altersbeschränkungen für öffentlich bestellte Gutachter mit 68 Jahren und Professoren mit 65 Jahren seien diskriminierend. "Reihenweise wechseln hochkarätige ältere Wissenschaftler als Forscher und Lehrende ins Ausland. Das ist ein Aderlaß, den wir uns nicht erlauben können", mahnte Wulff. Auch Stellenausschreibungen mit Altersbegrenzungen müßten künftig untersagt werden, forderte der Chef der Senioren-Union und verwies auf das Diskriminierungsverbot in Artikel 3 des Grundgesetzes.

Die streitbare Organisation hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Benachteiligung Älterer in Deutschland belegen soll. Bei dem Ländervergleich "werden vielen die Augen aufgehen", sagte Wulff. Während in Deutschland nur 35 Prozent der 55- bis 65jährigen im Beruf seien, liege die Quote in der Schweiz, Skandinavien und den USA doppelt so hoch: "Ob jemand mit über 60 Jahren für eine Aufgabe geeignet ist, muß im Einzelfall entschieden werden." Stereotypen, daß Ältere weniger leistungsfähig seien, führten in die Irre.

 

 

 


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