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Seniorenwirtschaft in Europa: ein neuer Markt tut sich auf!

Die erste europäische Konferenz mit Wettbewerb findet vom 17. - 18. Februar 2005 im Alten Wasserwerk in Bonn statt

Die Weltbevölkerung altert. Die Vereinten Nationen prognostizieren, dass die Zahl der über 65 Jahre alten Menschen bis zum Jahre 2050 von 600 Millionen auf 2 Milliarden ansteigen wird. Von diesem Trend sind sowohl die hoch entwickelten Länder als auch die Entwicklungsländer betroffen.

Die nachhaltige Entwicklung eines Wirtschaftsraumes wird wesentlich davon abhängen, vorausschauende ökonomische und gesellschaftspolitische Antworten auf die demographische Entwicklung zu finden. Hierbei steht Europa in Konkurrenz mit anderen Industrieregionen der Welt – insbesondere mit Japan und den USA. Wer die Alterung der Gesellschaft als Chance für Wirtschaft und Gesellschaft nutzt, wird in der globalisierten Weltwirtschaft einen Standortvorteil haben.

Die heutige Generation der Älteren ist gesünder, mobiler, qualifizierter und kaufkräftiger als alle vorherigen Generationen es jemals waren. Die Bedürfnisse älterer Menschen sind verschieden, aber gemeinsam ist ihnen der Wunsch nach Lebensqualität, gutem Service und individueller Ansprache. Daraus entwickelt sich eine zunehmende Nachfrage nach neuen Produkten und Dienstleistungen - ein wachsender Markt, den immer mehr Unternehmen entdecken. Gleichzeitig ergeben sich neue Chancen für qualifizierte Beschäftigung. Zahlreiche Bereiche können vom "Silver Market" profitieren, u.a. Bauen und Wohnen, Dienstleistungen, Gesundheit und Freizeit, Sport, Kultur, Tourismus, neue Medien, Telekommunikation. Dies betrifft auch kleine und mittlere Unternehmen, die in einem regionalen Umfeld tätig sind.

Deshalb verfolgt die Landesregierung Nordrhein-Westfalen eine politische Initiative mit dem Namen „Seniorenwirtschaft“. Der Ausgangspunkt dieser Initiative ist es, das Altern nicht als eine Bedrohung, sondern als eine Herausforderung und Chance zu sehen, die zu mehr Wirtschaftswachstum und einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas führen wird. Um dieses Potenzial umzusetzen, wurden bereits unterschiedliche Aktivitäten gestartet, die die Entwicklung und Vermarktung von Produkten, Diensten und Dienstleistungen für diesen Markt zum Ziel haben.

Die Landesinitiative veranstaltet zusammen mit der Europäischen Union die erste europäische Konferenz zur „Seniorenwirtschaft in Europa“, die vom 17. – 18. Februar 2005 in Bonn stattfinden wird.

Diese internationale Konferenz wird die bisherigen Erfahrungen in den Regionen Europas bei der Entwicklung der Seniorenwirtschaft präsentieren.

Parallel zu dieser internationalen Veranstaltung mit voraussichtlich ca. 400 Teilnehmern läuft bereits ein internationaler Wettbewerb, bei dem europäische Regionen ihre Bewerbungen über innovative Produkte, Dienste, Dienstleistungen, wirtschaftliche Kooperationen oder Seniorenwirtschaft-Netzwerke einreichen können.

Der Best-Practice-Wettbewerb soll anhand von exemplarischen Produkten und Dienstleistungen demonstrieren, wie Europa schon heute die Chancen des demografischen Wandels nutzt. Die Konferenz will dazu beitragen, dass sich Europa als der Wirtschaftsraum profiliert, der die Alterung der Gesellschaft pro-aktiv bewältigt und die dabei gewonnenen Kompetenzen an andere Länder und Regionen weitergeben kann.

Die Konferenz wird als fester Bestandteil eines Netzwerkes von wechselnden Regionen jährlich veranstaltet. Dieses „Seniorenwirtschaft-Netzwerk der Europäischen Regionen (SEN@ER)“ wird sich auf der Konferenz formell konstituieren. Interessierte europäische Regionen können sich um eine Aufnahme bewerben.

Weitere Informationen können auf der Website www.silvereconomy-europe.org eingesehen werden.

 

 

 


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